Azubi-Tag im Kino

Jedes Jahr veranstaltet die Evangelische Altenheimat für alle ihre Auszubildenden einen Azubi-Tag zum Kennenlernen und Austausch. Ein ausbildungsrelevantes Thema prägt den Tag, der Event-Charakter ist inbegriffen. Diesmal ist das Stuttgarter Innenstadtkino Cinema am Schlossplatz Treffpunkt.

Anmeldung zum Azubi-Tag - Keanu Reeves schaut zu

Die Vorstellung beginnt

Im Gespräch mit dem Personalleiter

An der Lernkartei

Das Vorbereitungsteam: Fr. Ahlfänger, Hr. Knauß, Hr. Schweizerhof

71 von insgesamt 90 Auszubildenden sind gekommen und sind gespannnt auf das Programm, was sie erwartet. Personalleiter Gerd Schweizerhof begrüßt die jungen Menschen gemeinsam mit Regina Ahlfänger und Hans-Jörg Knauß, beide Pflegedienstleitung in der Evangelischen Altenheimat. Auch einige Praxisanleiter/innen sind gekommen, ihre Schützlinge an diesem Tag zu begleiten. 

Kaum haben die Azubis in den gemütlichen Kinosesseln Platz genommen, beginnt die "Vorstellung". Frau Ahlfänger und Herr Knauß, beide aus der Ausbildungs-Arbeitsgruppe NEBEA, stellen auf der Kinoleinwand das Neue Betriebliche Ausbildungskonzept der Altenheimat vor. Einigen Azubis ist das Konzept der Altenheimat spezifischen dreijährigen Ausbildung zur/zum examinierten Altenpfleger/in aus ihrer Praxis bereits bekannt, da ihr Haus es bereits anwendet. Für andere ist es spannend zu erfahren, welche Lerninhalte, Methoden und Kompetenzen in welchem Ausbildungsjahr auf sie warten.

NEBEA - Neue Betriebliche Ausbildung in der Altenheimat

Das Ausbildungsprogramm der Evangelischen Altenheimat sucht in Abstimmung praktischer Lernfelder auf schulische Inhalte die komplexen Ausbildungsinhalte auf die Ausbildungsjahre verteilt optimal zu strukturieren und in der Praxis zu verankern. Seit Oktober ist NEBEA für das erste Ausbildungsjahr in allen Häusern verbindlich. Ab nächstem Jahr soll das Programm für das zweite und dritte Ausbildungsjahr stehen und ebenso in allen Häusern umgesetzt werden.

Damit ist einheitlich geregelt, was wann gelernt wird, so dass selbst in personell knappen Situationen die Azubis das lernen, was sie lernen sollen. Auch kommt den angehenden Fachkräften zugute, dass sie aufgrund der einheitlichen guten Ausbildung häuserübergreifend beruflich tätig sein können. Dies wird zudem unterstützt durch Austausch und Hospitationen innerhalb der Ausbildung.

Die  Ausbildung umfasst Phasen, in denen Praxisanleiter stärker unterstützen, ebenso wie selbstständige Lernphasen bzw. durch die "Spezialisten" im Team gestütztes Lernen. Die vielseitigen Lernfelder in drei Ausbildungsjahren finden sich wieder in den exemplarisch im Kinofoyer ausgestellten Lernkarteien mit je 89 Denkaufgaben zu allen Themen: medizinischen, pflegerischen, Wohnumfeld gestaltenden Aspekten. In Kürze wird jeder ausbildende Wohnbereich eine solche Lernkartei im Einsatz haben und seinen Azubis vom 1. bis 3 Ausbildungsjahr damit selbständiges Lernen und die Überprüfung des Gelernten im Arbeitsalltag bieten.

Für die emotionale und persönliche Entwicklung gerade in den ersten Monaten der Ausbildung soll ein Lerntagebuch beitragen. Hier können gute wie belastende Momente der Ausbildung dokumentiert, reflektiert werden. Ein individueller Ausbildungsplan, der für alle sichtbar und verbindlich im Dienstzimmer aushängt, sichert die individuell angepasste berufliche Förderung des einzelnen Auszubildenden sowie die Unterstützung durch das ganze Team.

Falls die generalistische Ausbildung für die Pflegeberufe kommen sollte, ist die Altenheimat durch NEBEA bestens aufgestellt. "Wir möchten Sie nach dem Examen halten", betont Herr Schweizerhof.  "Ohne gut ausgebildete Pfelegfachkräfte - keine gute Altenpflege!"

Nach kurzer Pause im Foyer beginnt der unterhaltsame Teil des Tags. Der humorvolle französische Film "Frühstück bei Monsieur Henri" über die eigenwillige Zweck-WG eines Senioren und einer unkonventionellen jungen Frau verbindet Unterhaltung mit beruflich interessanten Aspekten. Ein gemeinsames Essen im Tialini um die Ecke schließt den Tag italienisch ab.